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Ratgeber

Einen Hausumzug planen

Ein ganzer Haushalt braucht mehr Vorlauf als eine Wohnung, weil Keller, Dachboden und Garage vorbereitet werden müssen und nicht am Umzugstag. Acht Wochen sind ein realistischer Rahmen. Der Zeitplan unten ist die Reihenfolge, die sich bei Hausumzügen bewährt hat.

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Ein Mitarbeiter in Arbeitskleidung zeigt einem Paar in einem fast leeren Zimmer, wohin die Möbel sollen, offene Kartons stehen auf dem Parkett
Ein Mitarbeiter in Arbeitskleidung zeigt einem Paar in einem fast leeren Zimmer, wohin die Möbel sollen, offene Kartons stehen auf dem Parkett
  • Acht Wochen Vorlauf als realistischer Rahmen für ein Haus
  • Nebenräume zuerst, Wohnräume zuletzt
  • Halteverbotszone braucht mindestens vier Werktage Vorlauf
  • Entrümpeln vor dem Packen, nicht danach
  • Übergabetermin und Umzugstag möglichst nicht auf denselben Tag legen

Warum ein Haus mehr Vorlauf braucht als eine Wohnung

Eine Zweizimmerwohnung lässt sich in zwei Wochen vorbereiten. Bei einem Haus geht das nicht, und der Grund liegt nicht in den Wohnräumen, sondern in den Nebenräumen. Keller, Dachboden, Garage und Gartenhaus sind über Jahre gewachsen, dort steht Zeug, über das seit langem niemand nachgedacht hat, und jede Entscheidung darüber kostet Zeit.

Diese Entscheidungen lassen sich nicht am Umzugstag treffen. Wer erst beim Beladen merkt, dass die Hälfte des Kellers gar nicht mit soll, hat eine Kolonne bezahlt, die daneben steht. Deshalb liegt der wichtigste Teil der Planung vier bis acht Wochen vor dem Termin und hat mit Kartons noch gar nichts zu tun.

Der zweite Grund ist der Terminkalender anderer: Halteverbotszone, Übergabetermin, Handwerker im neuen Haus, Bürgeramt, Kita oder Schule. Diese Termine hängen voneinander ab, und wer sie hintereinander statt parallel plant, verliert Wochen.

Der Zeitplan in acht Schritten

Der folgende Ablauf ist keine Vorschrift, sondern die Reihenfolge, die sich bei Hausumzügen als robust erwiesen hat. Wer weniger Zeit hat, kann Schritte zusammenziehen, sollte aber die Reihenfolge beibehalten. Besonders wichtig: entrümpeln kommt vor packen, und die Besichtigung kommt vor dem Buchen.

  1. Acht Wochen vorher: Termin grob festlegen, Umzugsunternehmen anfragen und Besichtigung vereinbaren. Bei einem Hauskauf reicht ein Zeitfenster, der genaue Tag kommt später.
  2. Sieben Wochen vorher: Keller, Dachboden, Garage und Gartenhaus sichten. Drei Stapel bilden: kommt mit, wird weitergegeben, wird entsorgt. Noch nichts packen.
  3. Sechs Wochen vorher: Kündigung und Übergabetermin klären, bei Eigentum den Übergabetermin mit dem Käufer abstimmen. Handwerkertermine im neuen Haus legen.
  4. Fünf Wochen vorher: Entrümpelung beauftragen, entweder als eigener Termin oder zusammen mit dem Umzug. Das reduziert das Volumen, das im Angebot steht.
  5. Vier Wochen vorher: Angebot annehmen, Termin verbindlich buchen, Material bestellen. Kartons kommen früh, damit ohne Druck gepackt werden kann.
  6. Drei Wochen vorher: Nebenräume packen. Alles, was bis zum Umzug nicht gebraucht wird, geht zuerst in die Kartons. Kartons mit Zielraum beschriften.
  7. Zwei Wochen vorher: Halteverbotszone beantragen, falls nötig, mindestens vier Werktage vorher. Ummeldungen, Nachsendeauftrag und Verträge auf den Weg bringen.
  8. Eine Woche vorher: Wohnräume packen, Kühlschrank abtauen, Waschmaschine sichern, letzten Karton mit dem Nötigsten für den ersten Abend zusammenstellen.

Die Reihenfolge im Haus: von oben nach unten

Beim Packen hat sich bewährt, oben anzufangen. Der Dachboden ist der Raum, der am weitesten vom Fahrzeug entfernt liegt und den längsten Transportweg hat. Wer ihn zuerst leert, hat die schwierigste Etappe hinter sich, solange noch Energie da ist, und gewinnt Stellfläche für gepackte Kartons.

Danach folgen die Räume, die selten benutzt werden: Gästezimmer, Arbeitszimmer, Hobbyraum. Wohnzimmer, Küche und Schlafzimmer bleiben bis zuletzt, weil sie bis zum Umzugstag gebraucht werden. Der Keller ist ein Sonderfall, er wird früh gesichtet, aber häufig erst spät geräumt, weil dort auch Werkzeug für die letzten Arbeiten steht.

Ein Fehler, der oft gemacht wird: Kartons in dem Raum stapeln, in dem gepackt wurde. Besser ist ein Sammelplatz nahe der Haustür oder in der Garage. Am Umzugstag verkürzt das die Wege erheblich, und die Kolonne kann laden, während oben noch gearbeitet wird.

  • Dachboden zuerst, Küche und Schlafzimmer zuletzt
  • Gepackte Kartons an einem Sammelplatz nahe der Ausfahrt stapeln
  • Nicht mehr als 20 Kilogramm je Karton, sonst hebt ihn niemand
  • Werkzeugkiste bis zum Schluss zugänglich halten
  • Ein Karton mit Kaffee, Kabeln, Bettzeug und Duschsachen fährt im eigenen Auto mit

Zwei Tage statt einem: wann sich das lohnt

Bis rund siebzig Kubikmeter ist ein Haushalt an einem Tag zu transportieren, wenn beide Adressen gut erreichbar sind. Kommt mehr zusammen, oder liegen lange Wege und ein Obergeschoss auf beiden Seiten, wird der Tag nicht ausreichen. Das lässt sich vorher wissen und muss nicht am Nachmittag überraschend festgestellt werden.

Der übliche Ausweg ist ein Vortag für die Nebenräume. Keller, Dachboden, Garage und Gartenhaus fahren einen Tag früher direkt ins neue Haus, wo sie niemanden stören. Am Haupttag bleiben die Wohnräume, und der Umzug endet am Nachmittag statt im Dunkeln.

Die Alternative ist mehr Ladevolumen an einem Tag. Der Zusätzlicher Wagen an demselben Tag kostet 24 € je Stunde und ist nur neben dem ersten Fahrzeug buchbar. Das lohnt sich, wenn die Adressen nah beieinander liegen und genug Kräfte vor Ort sind. Sonst bleibt der zweite Umzugstag für ab 320 €.

Übergabe und Umzug am selben Tag: besser nicht

Der häufigste Planungsfehler ist es, Umzug und Wohnungsübergabe auf denselben Tag zu legen. Das geht gut, solange nichts dazwischenkommt, und es kommt fast immer etwas dazwischen: Der Wagen steht im Stau, ein Schrank passt nicht durch, der Nachmieter kommt früher.

Wenn es sich einrichten lässt, überlappen Sie die Mietzeiten um ein paar Tage oder legen Sie die Übergabe auf den Folgetag. Diese Tage sind die günstigste Versicherung im ganzen Umzug: Zeit für Restarbeiten, Reinigung, kleine Reparaturen und für das, was beim Auszug immer noch auftaucht.

Beim Hauskauf ist die Lage komplizierter, weil der Übergabetermin von Notar und Zahlungsfluss abhängt. Melden Sie in dem Fall früh ein Zeitfenster beim Umzugsunternehmen an und legen Sie den genauen Tag fest, sobald die Übergabe steht.

Was in den letzten drei Tagen zu tun ist

Kühlschrank und Gefriertruhe abtauen, das dauert länger als gedacht und darf nicht am Morgen des Umzugstags beginnen. Waschmaschine leerlaufen lassen und die Transportsicherung einsetzen, sonst nimmt die Trommel Schaden. Zählerstände notieren und fotografieren, für Strom, Gas und Wasser.

Bei einem Haus kommt dazu: Rasenmäher und Motorgeräte entleeren, Gartenschlauch abbauen, Außenwasser abstellen, Schlüssel für Garage, Gartentor und Gartenhaus zusammensuchen. Bei diesen Schlüsseln fehlt bei der Übergabe erfahrungsgemäß immer einer.

Und ganz zum Schluss: Parkfläche prüfen. Steht die Halteverbotszone, sind die Schilder noch da, ist die Fläche frei? Wer das am Vorabend kontrolliert, hat am Morgen noch Zeit zu reagieren.

Knapp zusammengezogen

Zeitplan für einen ganzen Haushalt, von der ersten Kellerrunde bis zur Übergabe. Sagen Sie uns Ihren Zeitrahmen und die Größe des Haushalts. Wir vereinbaren eine kostenlose Besichtigung und legen mit Ihnen die Reihenfolge fest.

Betrieb: Umzugsunternehmen Berlin Zehlendorf, Berliner Straße 23, 14169 Berlin. Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag, 09:00 bis 18:00 Uhr.

Fragen zur Planung eines Hausumzugs

Wie früh sollte ich anfragen?

Für ein Haus sind acht Wochen ein guter Rahmen, mindestens aber vier. Zum Monatsende sind Termine früher vergeben, und die Halteverbotszone braucht mindestens vier Werktage Vorlauf.

Was mache ich zuerst, packen oder entrümpeln?

Immer entrümpeln. Jeder Kubikmeter, der nicht mitfährt, spart Kartons, Ladezeit und Platz im neuen Haus. Die Entrümpelung kostet ab 39 € je Kubikmeter, besenrein übergeben.

Wie viele Kartons brauche ich für ein Haus?

Das hängt stark von Büchern und Geschirr ab. Bestellen Sie eher zu viele, Leihkartons kosten 0,90 € je Stück und Woche, und was nicht gebraucht wurde, geht ungenutzt zurück.

Soll ich selbst packen oder packen lassen?

Bücher, Kleidung und Nebenräume lassen sich gut selbst packen. Für Geschirr, Glas und Bilder lohnt das Packen durch unsere Kräfte mit ab 25 € je Stunde, dort passiert sonst der meiste Schaden.

Was gehört in den Karton für den ersten Abend?

Bettzeug, Handtücher, Duschsachen, Kaffee, Werkzeug, Verlängerungskabel, Toilettenpapier, Ladegeräte und Medikamente. Dieser Karton fährt im eigenen Auto mit.

Wann ist der beste Umzugstermin?

In der Monatsmitte, weil dann mehr Termine frei sind und die Übergabe nicht am selben Tag stattfindet. Am Preis ändert das nichts. Gearbeitet wird von Montag bis Freitag, und innerhalb dieser Woche kostet jeder Tag gleich viel. Einen Aufschlag für den Monatsletzten, für die Ferienwochen oder für einen kurzfristig gebuchten Termin führt diese Liste nicht.

Was vor und nach dem Umzugstag sonst ansteht

Ratgeberthema im Südwesten, nach Nummern sortiert
Nr. Thema Inhalt Wann es zählt
01 Volumen schätzen Warum die Faustregel nach Zimmerzahl bei einem Haus versagt und wie Sie richtig rechnen. Ratgeber
02 Kosten berechnen Was den Preis eines Umzugs wirklich treibt: Volumen, Tragweg, Etage und Termin. Ratgeber
03 Wohnsitz ummelden Anmeldung nach dem Umzug: Termin, Unterlagen und die Reihenfolge, die Zeit spart. Ratgeber

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