Wie viele Kubikmeter hat ein Einfamilienhaus?
Die Spanne ist groß. Ein Vierzimmerhaus mit Keller, Dachboden und Garage liegt in der Praxis häufig zwischen achtzig und hundert Kubikmetern, deutlich über der Faustregel nach Zimmerzahl.
Das Volumen entscheidet über Fahrzeug, Kolonne und Preis. Die verbreitete Faustregel nach Zimmerzahl funktioniert bei Wohnungen und versagt bei Häusern, weil Keller, Dachboden und Garage darin nicht vorkommen. Rechnen Sie deshalb Raum für Raum und rechnen Sie die Nebenräume ausdrücklich mit.
Die gängige Faustregel lautet: rund fünfzehn Kubikmeter bei einem Zimmer, rund fünfundzwanzig bei zwei, rund vierzig bei drei, rund fünfundfünfzig bei vier. Diese Werte stehen nicht ohne Grund in jeder Preistabelle, sie treffen es bei Wohnungen erstaunlich gut. Der Grund ist banal: In einer Wohnung steht alles in den Zimmern, es gibt keinen anderen Ort.
Bei einem Haus gilt das nicht. Ein Haus hat Stauraum außerhalb der Wohnfläche, und dieser Stauraum wird über die Jahre gefüllt, weil er da ist. Keller, Dachboden, Garage, Gartenhaus, manchmal ein Abstellraum unter der Treppe. Nichts davon taucht in der Zimmerzahl auf, aber alles davon muss transportiert werden.
Die Größenordnung ist erheblich. Ein Vierzimmerhaus, das nach der Faustregel bei fünfundfünfzig Kubikmetern läge, kommt in der Praxis regelmäßig auf achtzig bis hundert. Das ist kein Rundungsfehler, sondern der Unterschied zwischen einem Wagen und zwei, zwischen einem Umzugstag und zwei.
Wer nach der Zimmerregel bucht, bezahlt diesen Fehler doppelt: einmal durch die zweite Fahrt und einmal durch den Tag, der bis in den Abend läuft. Deshalb lohnt sich eine halbe Stunde Rechnen, bevor eine Anfrage rausgeht.
Gehen Sie mit einem Zettel durch das Haus und notieren Sie für jeden Raum einen Wert aus der Tafel unten. Zählen Sie dabei nicht Möbel, sondern schätzen Sie den Raum als Ganzes. Diese Methode ist grob, aber sie ist ehrlich, weil sie nichts vergisst, solange Sie wirklich jeden Raum betreten.
Wichtig sind zwei Korrekturen. Erstens: Räume, die vollgestellt sind, liegen am oberen Ende der Spanne, sparsam eingerichtete am unteren. Zweitens: Einbauschränke und Regale zählen mit ihrem Inhalt, nicht mit ihrer Außenmaß. Ein Regal, das mit Ordnern gefüllt ist, wird beim Umzug zu einem zerlegten Regal plus zehn Kartons.
Am Ende addieren Sie und schlagen zehn Prozent auf. Diese Reserve ist keine Vorsicht um der Vorsicht willen, sondern Erfahrung: Es taucht immer etwas auf, an das niemand gedacht hat.
| Raum | Spanne | Hinweis zur Schätzung |
|---|---|---|
| Wohnzimmer | 8 bis 15 m³ | Schrankwand und Sofa bestimmen den Wert |
| Schlafzimmer | 6 bis 10 m³ | Kleiderschrank mit Inhalt getrennt rechnen |
| Kinderzimmer | 5 bis 8 m³ | Viele Kleinteile, mehr Kartons als erwartet |
| Küche ohne Einbauten | 5 bis 8 m³ | Geschirr braucht kleine Kartons und Papier |
| Arbeitszimmer | 4 bis 8 m³ | Bücher und Akten sind schwer, nicht groß |
| Bad und Flur | 2 bis 4 m³ | Wird fast immer vergessen |
| Keller im Haus | 10 bis 20 m³ | Über Grundfläche mal Stapelhöhe rechnen |
| Dachboden | 8 bis 20 m³ | Schräge nur mit halber Höhe ansetzen |
| Garage und Werkstatt | 8 bis 15 m³ | Werkbank, Reifen, Fahrräder, Leitern |
| Gartenhaus und Terrasse | 4 bis 10 m³ | Gartenmöbel, Mäher, Pflanzkübel |
Wer genauer werden will, rechnet über Stücke. Ein Umzugskarton fasst rund 0,07 Kubikmeter, gerechnet wird meist mit vierzehn Kartons je Kubikmeter. Ein Kleiderschrank mit zwei Metern Breite liegt bei etwa zwei Kubikmetern, ein Doppelbett mit Lattenrost und Matratze bei rund zwei, ein Dreisitzersofa bei rund anderthalb, ein Esstisch mit Stühlen bei etwa einem.
Diese Methode ist genauer, aber sie hat eine Schwäche: Sie zählt, was man sieht. Der Inhalt der Schränke wird dabei regelmäßig vergessen. Rechnen Sie deshalb den Inhalt getrennt in Kartons um. Ein voller Kleiderschrank ergibt fünf bis acht Kartons oder entsprechend Kleiderboxen, ein Bücherregal mit zwei Metern Höhe ergibt zehn bis fünfzehn Kartons.
Bücher sind der klassische Fall, in dem Schätzungen scheitern. Sie brauchen wenig Raum, wiegen aber viel, und deshalb müssen sie in kleine Kartons. Wer eine Bibliothek hat, sollte sie getrennt zählen: Ein laufender Meter Bücher entspricht ungefähr zwei bis drei Kartons.
Für Nebenräume funktioniert weder das Zählen von Möbeln noch das Schätzen nach Gefühl, weil dort keine Ordnung herrscht. Der praktikable Weg führt über die Grundfläche: Messen oder schätzen Sie die Fläche, die tatsächlich belegt ist, und multiplizieren Sie mit der durchschnittlichen Stapelhöhe.
Ein Beispiel, das sich nachrechnen lässt: Ein Kellerraum von zwölf Quadratmetern ist zur Hälfte belegt, das sind sechs Quadratmeter. Gestapelt wird im Schnitt anderthalb Meter hoch. Ergibt neun Kubikmeter. Weil beim Räumen Hohlräume verlorengehen und alles größer wird, wenn es aus den Regalen kommt, rechnen Sie eher zehn.
Dasselbe gilt für den Dachboden, mit einer Besonderheit: Unter der Schräge lässt sich nicht überall stapeln, aber genau dort liegen häufig die Koffer und Kartons. Rechnen Sie die Schräge deshalb mit halber Höhe, nicht mit voller.
Und dann kommt der Punkt, der beim Schätzen wirklich zählt: Entscheiden Sie vorher, was mitkommt. Zehn Kubikmeter Keller, von denen die Hälfte entsorgt wird, sind fünf Kubikmeter Umzugsvolumen und fünf Kubikmeter Entrümpelung ab 39 € je Kubikmeter. Wer das nicht trennt, bezahlt beides als Umzug.
Aus dem Volumen ergibt sich, was fährt. Der Transporter 12 m³ mitsamt Fahrer kostet ab 44 € je Stunde, der Großraumwagen 21 m³ mitsamt Fahrer ab 46 € je Stunde, der Großraumwagen 21 m³ mit zwei Kräften ab 48 € je Stunde. Ein Haushalt mit sechzig Kubikmetern bedeutet also drei Fahrten mit dem großen Wagen oder einen zusätzlichen Wagen an demselben Tag, der für 24 € je Stunde mitfährt.
Das Volumen lässt sich direkt in einen Festpreis übersetzen: bis 15 Kubikmeter liegen bei ab 289 €, 15 bis 25 Kubikmeter bei ab 389 €, 25 bis 40 Kubikmeter bei ab 769 €, 40 bis 60 Kubikmeter bei ab 799 € und 60 bis 100 Kubikmeter bei ab 1.080 €. Über hundert Kubikmeter wird aufgemessen, weil die Spanne dort zu groß ist für eine Pauschale.
Die eigene Schätzung ersetzt die Besichtigung nicht, aber sie macht das Gespräch kurz und das Angebot belastbar. Wer mit einer eigenen Zahl in die Besichtigung geht, merkt außerdem sofort, wenn ein Angebot zu niedrig kalkuliert ist, und das ist die teurere Überraschung.
Der erste Fehler ist der vergessene Raum. Nicht der Keller, an den denkt jeder, sondern das Gartenhaus, der Hobbyraum, der Dachboden über der Garage oder der Abstellraum unter der Treppe. Gehen Sie mit einer Liste aller Räume durch das Haus und haken Sie ab.
Der zweite Fehler ist der ausgeräumte Schrank. Möbel werden gezählt, ihr Inhalt nicht. Dabei ist ein voller Schrank beim Umzug zweimal vorhanden: als Möbel und als Kartonstapel.
Der dritte Fehler ist die Annahme, dass beim Umzug schon aussortiert wird. Das passiert nicht. Am Umzugstag wird geladen, was da ist, weil niemand mit einer wartenden Kolonne im Rücken Entscheidungen trifft. Sortiert wird vorher oder gar nicht.
Warum die Faustregel nach Zimmerzahl bei einem Haus versagt und wie Sie richtig rechnen. Schicken Sie uns Ihre Schätzung mit den Räumen, die Sie gezählt haben. Bei der kostenlosen Besichtigung gleichen wir sie ab und nennen danach den Festpreis.
Betrieb: Umzugsunternehmen Berlin Zehlendorf, Berliner Straße 23, 14169 Berlin. Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag, 09:00 bis 18:00 Uhr.
Die Spanne ist groß. Ein Vierzimmerhaus mit Keller, Dachboden und Garage liegt in der Praxis häufig zwischen achtzig und hundert Kubikmetern, deutlich über der Faustregel nach Zimmerzahl.
Etwa vierzehn Umzugskartons. Ein einzelner Karton fasst rund 0,07 Kubikmeter. Bei Büchern zählt allerdings das Gewicht, deshalb dürfen die Kartons nicht randvoll werden.
Über die belegte Grundfläche mal die durchschnittliche Stapelhöhe. Sechs belegte Quadratmeter bei anderthalb Metern Höhe ergeben neun Kubikmeter, aufgerundet zehn.
Ja, und das ist der häufigste Fehler. Ein voller Kleiderschrank ergibt zusätzlich fünf bis acht Kartons oder Kleiderboxen, ein Bücherregal zehn bis fünfzehn Kartons.
Für die Anfrage reicht eine Spanne. Verbindlich wird das Volumen bei der kostenlosen Besichtigung, danach gilt der genannte Preis als Festpreis.
Innerhalb Berlins lässt sich eine zweite Fahrt einschieben, oder es fährt ein zusätzlicher Wagen an demselben Tag für 24 € je Stunde mit. Beides ist günstiger als der zweite Umzugstag für ab 320 €.
| Nr. | Thema | Inhalt | Wann es zählt |
|---|---|---|---|
| 01 | Hausumzug planen | Zeitplan für einen ganzen Haushalt, von der ersten Kellerrunde bis zur Übergabe. | Ratgeber |
| 02 | Kosten berechnen | Was den Preis eines Umzugs wirklich treibt: Volumen, Tragweg, Etage und Termin. | Ratgeber |
| 03 | Wohnsitz ummelden | Anmeldung nach dem Umzug: Termin, Unterlagen und die Reihenfolge, die Zeit spart. | Ratgeber |
Die Zeitschiene mit allen Themen steht unter Ratgeber.