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07 Ratgeber

Ratgeber für den Umzug aus einem Haus im Südwesten

4 Ratgeber, geschrieben für Haushalte mit Keller, Dachboden und Garage statt für die Zweizimmerwohnung: wie sich ein Hausumzug über acht Wochen sortieren lässt, warum die Faustregel nach Zimmerzahl hier zu kleine Zahlen liefert, woraus sich der Preis am Ende zusammensetzt und was beim Bürgeramt vorliegen muss. Die Beispiele stammen aus Besichtigungen in Zehlendorf, Dahlem, Nikolassee und im angrenzenden Umland.

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Ein dick gepolstertes Klavier steht auf dem Rollbrett, vier Männer halten es an den Spanngurten fest
Am Flügel zeigt sich, ob vorher jemand den Weg vom Haus bis zur Straße abgegangen ist.
Die Ratgeber im Überblick
Nr. Thema Worum es geht Bereich
01 Hausumzug planen Zeitplan für einen ganzen Haushalt, von der ersten Kellerrunde bis zur Übergabe. Ratgeber
02 Volumen schätzen Warum die Faustregel nach Zimmerzahl bei einem Haus versagt und wie Sie richtig rechnen. Ratgeber
03 Kosten berechnen Was den Preis eines Umzugs wirklich treibt: Volumen, Tragweg, Etage und Termin. Ratgeber
04 Wohnsitz ummelden Anmeldung nach dem Umzug: Termin, Unterlagen und die Reihenfolge, die Zeit spart. Ratgeber
Acht Wochen für ein Haus: welcher Ratgeber wann hilft
Nr. WannWas zu tun istWo es ausführlich steht
01 8 Wochen vorherZeitfenster festlegen, Besichtigung vereinbaren, bei einem Hausverkauf den Übergabetermin abstimmenHausumzug planen
02 7 bis 6 Wochen vorherKeller, Dachboden, Garage und Gartenhaus sichten und in drei Stapel teilen: mitnehmen, weitergeben, entsorgenHausumzug planen
03 6 bis 5 Wochen vorherRaum für Raum schätzen und die Nebenräume ausdrücklich mitrechnen, dann zehn Prozent Reserve aufschlagenVolumen schätzen
04 4 Wochen vorherAngebot lesen, Tragweg und Zusatzposten prüfen, Termin und Material verbindlich buchenKosten berechnen
05 3 bis 1 Woche vorherNebenräume zuerst packen, Sammelplatz nahe der Haustür einrichten, Wohnräume zuletztHausumzug planen
06 Nach dem EinzugBeim Bürgeramt anmelden, Wohnungsgeberbestätigung vorher in die Mappe legenWohnsitz ummelden
Der Ablauf folgt dem Zeitplan aus dem Ratgeber zur Planung. Wer später dran ist, streicht keinen Schritt, sondern zieht mehrere zusammen. Entrümpeln bleibt dabei vor dem Packen.

Woran es beim Auszug aus einem Haus am häufigsten hakt

Am Anfang steht fast immer das Volumen, das in keiner Wohnflächenangabe auftaucht. Ein Haus hat Stauraum außerhalb der Wohnräume, und dieser Stauraum füllt sich über Jahrzehnte, einfach weil er da ist: Regale im Keller, Koffer unter der Dachschräge, Reifen, Leitern und Werkbank in der Garage, Mäher und Pflanzkübel im Gartenhaus. Nach Zimmerzahl gerechnet läge ein Vierzimmerhaus bei rund fünfundfünfzig Kubikmetern, in der Praxis kommen achtzig bis hundert zusammen. Diese Lücke entscheidet darüber, ob ein Fahrzeug reicht oder ob am Nachmittag eine zweite Fahrt beginnt.

Der zweite Punkt ist der Weg. Vor einem Mietshaus hält der Wagen an der Bordsteinkante, vor einem Haus liegen zwischen Heckklappe und Haustür oft Einfahrt, Vorgarten und ein paar Stufen. Fünfzig Meter klingen nach nichts und kosten je Gang gut zwei Minuten hin und zurück; bei dreihundert Gängen für einen ganzen Haushalt sind das zehn Stunden reine Trägerzeit. Verteilen lässt sich diese Zeit auf mehr Kräfte, wegplanen nicht. Wie nah ein Fahrzeug an die Tür kommt, wiegt für den Preis deshalb schwerer als die Entfernung zur neuen Adresse.

Der dritte Punkt entsteht beim Hausverkauf. Zwischen Übergabe und Einzug klafft häufig eine Lücke, weil Notartermin und Zahlungsfluss den Takt vorgeben und nicht der Umzugswagen. Für diese Wochen braucht der Hausstand einen Platz, und dafür gibt es das Lager; gepackt wird dann anders als für eine einzelne Nacht. In dieselbe Mappe gehört ein Papier, das viele für eine reine Mietersache halten: die Wohnungsgeberbestätigung. Beim Kauf stellt sie der Voreigentümer aus, oder Sie selbst, wenn Sie das Haus als Eigentümer beziehen. Ohne dieses Blatt meldet das Bürgeramt niemanden an, gleich wem das Haus gehört.

Was bei uns liegt und was bei Ihnen bleibt

Bei uns liegen Besichtigung und Aufmaß, das Material, Abbau und Aufbau der Möbel, der Transport, die empfindlichen Stücke wie Flügel, Klavier, Bilder und Bücherwände, das Räumen von Keller, Dachboden und Garage und die Einlagerung, wenn zwischen Auszug und Einzug Zeit liegt. Bei Ihnen bleiben die Wege, die niemand übernehmen kann: der Termin beim Bürgeramt, die Wohnungsgeberbestätigung, der Nachsendeauftrag und das Kündigen der Verträge. Welche Unterlagen dafür gebraucht werden, steht jeweils im passenden Ratgeber.

Woher die Angaben in diesen Texten stammen

Die Beispiele kommen aus Besichtigungen: aus Kellern, die nach dem Aufmaß doppelt so groß ausfielen wie geschätzt, aus Einfahrten, in die ein Großraumwagen nicht hineinpasst, aus Übergabeterminen, bei denen der Schlüssel fürs Gartentor fehlte. Sobald dieselbe Sache zum dritten Mal an einem Küchentisch erklärt wird, ist sie eine Seite wert. So sind die 4 Ratgeber entstanden, und deshalb steht hier keine Sammlung allgemeiner Umzugstipps: Zu Themen, bei denen wir nichts beizutragen haben, schreiben wir nichts.

Beträge tippt hier niemand ab, sie werden aus derselben Preisliste eingesetzt, mit der auch Ihr Angebot gerechnet wird; ändert sich dort ein Satz, ändert er sich auf allen Seiten mit. Volumenwerte sind Erfahrungswerte und tragen bewusst eine Spanne, genau wird die Zahl erst beim Aufmaß vor Ort. Und wo eine behördliche Frist im Einzelfall abweichen kann, nennen wir keine Zahl, sondern verweisen auf das Bürgeramt. Eine Sicherheit, die nur auf dem Papier steht, hilft niemandem, der später am Schalter steht.

Was Leserinnen und Leser zu diesen Seiten fragen

Gelten die Ratgeber für Wohnungen oder für Häuser?

Für Häuser und für große Haushalte. Deshalb tauchen Keller, Dachboden, Garage und Gartenhaus auf jeder der Seiten auf, und deshalb steht dort eine Warnung vor der Faustregel nach Zimmerzahl: Bei einer Wohnung trifft sie zu, bei einem Vierzimmerhaus liegt sie regelmäßig um dreißig bis vierzig Kubikmeter zu niedrig.

Gelten die Angaben auch für Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf und Potsdam?

Der praktische Teil ja, der behördliche nicht. Wer über die Stadtgrenze ins Brandenburger Umland zieht, meldet sich nicht bei einem Berliner Bürgeramt an, sondern bei der Gemeinde oder Stadt am neuen Wohnort, und auch die Zulassungsstelle wechselt. Die Unterlagen bleiben im Kern dieselben, Abläufe und Wartezeiten unterscheiden sich.

Wie verbindlich sind die Zahlen in den Ratgebern?

Beträge stammen aus derselben Liste, mit der wir kalkulieren; als Festpreis gelten sie, sobald die kostenlose Besichtigung gelaufen ist. Volumenangaben sind Spannen und werden erst beim Aufmaß vor Ort genau. Für behördliche Fristen ist die Auskunft des Bürgeramts maßgeblich, diese Texte ersetzen keine Rechtsberatung.